Der Heimat- und Geschichtsverein Osterode, lädt am Freitag, 4. September 2026, ab 19.30 Uhr, zu einem Vortrag in die St. Marienkirche ein. Dr. Hartmut Herrmann wird in einem Lichtbildervortrag über „Tilman Riemenschneider, ein Künstler der Spätgotik“ berichten.
Der Bildhauer und Holzschnitzer Tilman Riemenschneider besitzt es eine besondere Verbundenheit mit Osterode. Er hat seine Kindheit und Jugend vom 4. bis 18. Lebensjahr in unserer Stadt verbracht. Seine Ausbildung erhielt er in Würzburg und er baute sich hier seine Wirkungsstätte aus. Riemenschneider ist u. a. bekannt für seine großartigen Altäre, die besonders in der Würzburger Umgebung zu finden sind, in Münnerstadt, Rotenburg und Creglingen, und für das intensiv ausgestaltete Kaisergrabmal in Bamberg. In seinen Werken ging es Tilman Riemenschneider nicht nur um die Schönheit und das Ausdrucksvolle von Gebärden und Gesichtern. Er verband mit der Darstellung ein religiöses Anliegen. Die Altäre lassen sich wie Predigten verstehen, die den Betrachter in seinem Streben nach dem ewigen Heil lenken und stärken möchten. Die Heiligen scheinen von einem besonderen Wissen, von einer besonderen Nähe zum Ewigen erfüllt, um so die Gültigkeit dessen, wofür sie stehen, zu unterstreichen.